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Otto Nebel
Figur, 1934

Sie wirft einen Blick zurück. Was sie wohl sieht, die Figur, wie der Künstler Otto Nebel die Zeichnung benennt. Sie besteht aus mit Feder gesetzten Linien ‒ oder täuscht das Auge und es ist nur eine einzige? An mehreren Stellen, wo Striche aufeinandertreffen, setzt der Künstler Punkte, die wie Knoten die Erscheinung zusammenzuhalten scheinen. Ab den 1930er-Jahren wendet sich der Künstler vermehrt vom Gegenständlichen ab. Es ist die Zeit des Nationalsozialismus, der seine Werke als «Entartete Kunst» bezichtigt, woraufhin Nebel in die Schweiz zieht. In Berlin geboren, ist Nebel ab Mitte der 1910er-Jahre Teil der ansässigen Galerie namens «Der Sturm». Von Herwarth Walden 1912 eröffnet, steht diese für ein neues Kapitel in der Geschichte der modernen Kunst, denn sie wird zum Zentrum der Avantgarde. Künstlergruppierungen wie der «Blaue Reiter», die Futuristen oder die Kubisten treffen sich in der wichtigsten Galerie Deutschlands. Über die umfassende Schenkung des Sammlerehepaars Surbek-Frey gelangt das Werk 1982 in die Sammlung des Kunstmuseum Thun.

Katrin Sperry

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Eine Figur
entsteht aus einer Linie.
Sie wirft einen Blick zurück.

Otto Nebel wurde in Deutschland verfolgt
von den Nazis
in den 30er Jahren.
Die Nazis nannten diese Kunst ent-artet,
Das heisst:
Die Kunst ist nicht normal.
Die Nazis bestimmten, was normal ist.
Gefährlich!
Otto Nebel flüchtete in die Schweiz.

Titel
Figur
Künstler*in
Otto Nebel (1892–1973)
Datierung
1934
Technik
Federzeichnung
Dimensionen
Blattmass: 42.8 x 29 cm
Creditline
Kunstmuseum Thun, Schenkung Victor Surbek und Marguerite Frey-Surbek
Inventarnummer
120
Bereich
Schlagwörter