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Maria Tackmann
Wald, 2023

Als unregelmässiges Gitter hebt sich das geschnittene und mit schwarzer und brauner (Öl-)Pastellkreide besprenkelte Papier vom darunter liegenden weissen Blatt ab. Diagonal gekreuzte Papierstege formen flache Rhomben, die das regelmässige Muster immer wieder durchbrechen. Die Arbeit stammt aus Maria Tackmanns Serie «Wald» , die zugleich den Inspirationsort benennt. Tackmann ist eine sensible Beobachterin und Sammlerin, die im Wald Eindrücke und Objekte sammelt, die in ihre Arbeiten einfliessen. Für die Serie verwendete sie unter anderem ein mit Asche versehenes Spinnennetz, Blätter von Waldbäumen für Frottagen oder filigran geschnittenes Papier, das auf schwarze Blätter montiert wird und ein reizvolles durchscheinendes Geflecht aus Vorder- und Hintergrund erzeugt. Ihre Zeichnungen, die sie auch als Tagebücher bezeichnet, transformieren konkrete Erlebnisse in poetisch dichte, atmosphärische Kompositionen. Bei der gitterartigen Struktur könnte etwa ein verrostetes oder lädiertes Fenstergitter einer Wald- oder Forsthütte als Inspiration gedient haben. Wichtig ist jedoch weniger der Ausgangspunkt als die prozesshafte Entstehung der Arbeiten. Sechs Blätter aus der Serie «Wald» wurden 2024 aus der Ausstellung Cantonale für die Museumssammlung angekauft.

Cornelius Krell

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Maria Tackmann streunt durch den Wald.
Wald: So heisst eine Serie
von mehreren Papier-arbeiten.
Sie verarbeitet ihre Erlebnisse im Wald.
Dafür verwendet sie zum Beispiel
Asche, ein Spinnen-netz oder Blätter.
Hier schneidet sie Streifen,
bemalt mit schwarzem Pastell.
Die Streifen klebt sie zu einem Gitter zusammen.
Doch ihr Gitter hat sich verformt.
Durch die Zeit
oder durch Kraft-Einwirkung.
Gehörte es zu einer Hütte?
Die Künstlerin nennt ihre Zeichnungen auch
Tage-Bücher.

Übersetzung Sara Smidt

Titel
Wald
Künstler*in
Datierung
2023
Technik
Pastell und Ölpastell auf geschnittenem Papier
Dimensionen
Blattmass: 21 x 29.7 cm
Creditline
Kunstmuseum Thun
Inventarnummer
7244
Bereich
Schlagwörter