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Jakob Jenzer
Unter Tisch und Stuhl, 1985

Die Malerei «Unter Tisch und Stuhl» von Jakob Jenzer lässt sich in einen Vorder-, Mittel- und Hintergrund unterteilen. Im Vordergrund ist ein runder Tisch und der Ausschnitt eines überdimensionierten Stuhls zu erkennen. Im Mittelgrund wird ein weiterer Stuhl und ein auf dem Boden sitzendes Kind sichtbar. Es scheint sich unter dem Tisch versteckt zu haben. Vom Tischbein halb verdeckt, blickt es die Betrachtenden erwartungsvoll und auffordernd an. Die Überlappung der einzelnen Bildelemente schafft Tiefenräumlichkeit, obwohl kein deutlicher Bildraum zu erkennen ist.
Wie so oft bei Jenzer, geht es auch in diesem Werk um den Dualismus zwischen dem Verborgenen und dem Sichtbaren. Beim Verstecken spielt man mit dem Gedanken, unsichtbar zu sein. Die bewusste Entscheidung impliziert das Gefühl vollkommener Freiheit und das Eintauchen in eine phantastische Welt. Mit dem Bildmotiv und der Aufforderung des Kindes zum Spiel bezieht Jenzer die Betrachtenden ein und verknüpft den Bildraum mit dem Aussenraum.

Alisa Klay

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Vorne sehen wir Beine von einem Tisch und einem Stuhl.
Sie wirken riesig.
Hinten ist auch ein Stuhl,
viel kleiner.
So entsteht ein Raum.
Aus der Mitte blickt uns ein Kind an.
Es versteckt sich unter dem Tisch.
Es schaut hinter einem Tisch-Bein hervor.
Es scheint zu fragen:
Siehst du mich?
Oder bin ich un-sichtbar?
Ein Spiel,
das Kinder gerne ausprobieren.
Das Bild von Jakob Jenzer spielt
mit der fantastischen Welt von einem Kind.
Was ist wahr?

Sara Smidt

Titel
Unter Tisch und Stuhl
Künstler*in
Jakob Jenzer (*1953)
Datierung
1985
Technik
Acryl und Farbstift auf Papier
Dimensionen
Blattmass: 45 x 55.7 cm
Creditline
Kunstmuseum Thun
Inventarnummer
1344
Bereich
Schlagwörter