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Burkhard Hilty
o.T., o.D.

Würde das längliche Holzobjekt nicht an der Wand anlehnen, so könnte man meinen, es handle sich um einen tragenden Pfeiler. Jedoch in dieser Form präsentiert, scheint die Skulptur einer möglichen, ursprünglichen Funktion entnommen. Innerhalb seiner plastischen Arbeiten behandelt der vielseitig arbeitende Künstler Burkhard Hilty unter anderem das Thema der Säulen. Diesen liegt keine stützende Funktion mehr zugrunde, so sind sie vielmehr ästhetische Konstrukte. Inspiriert haben ihn die Berner Bauernhäuser mit ihren typischen, verzierten Lauben. Weitere Motive, die Hilty plastisch aufgreift, sind Leitern und Treppen. Ab 1999 sind des Öfteren Objekte mit weissem Farbanstrich auffindbar. Es ist Hiltys Versuch, die Objekte zu entpersonalisieren, Bezüge zu seinen Empfindungen zu kappen. Zu Beginn seiner Künstlerkarriere widmet sich Hilty vor allem der Malerei, findet jedoch bald auch Zugang zur Bildhauerei. Anfangs sind es nur wenige Werke, doch von 1980 bis in die 1990er-Jahre erschafft der Künstler mehrere Objekte unter anderem Holzskulpturen oder Keramiken.

Katrin Sperry

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Eine Säule lehnt an der Wand.
Sie trägt nichts.
Berner Bauern-Häuser regten den Künstler an.
Er sah dort verzierte Lauben.

Sein geschnitztes Holz ist Weiss.
So erinnert das Holz nicht mehr an die Lauben.
Es ist nur noch eine Form.

Sara Smidt

Titel
o.T.
Künstler*in
Burkhard Hilty (1929–2015)
Datierung
o.D.
Technik
Holz geschnitzt und weiss gefasst
Dimensionen
Objektmass: 179 x 20 x 20 cm
Creditline
Kunstmuseum Thun, Schenkung Erbengemeinschaft Burkhard Hilty, 2018
Inventarnummer
6974
Bereich