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Jakob Jenzer
Maskenträger, 1992

Betrachtet man das Werk «Maskenträger» des Steffisburger Künstlers Jakob Jenzer denkt man unweigerlich an den berühmten Karneval in Venedig. Das Fest ist eines der ältesten in Italien und wird in vielen Regionen gefeiert. Seinen Ursprung hat der Karneval in den sogenannten Saturnalien, bei denen in der römischen Epoche der Gott Saturn geehrt wurde und soziale Unterschiede zwischen Armen und Reichen für kurze Zeit keine Bedeutung hatten. Die späteren Masken erlaubten den Menschen, die eigene Identität zu verbergen und Momente völliger Freiheit zu erleben. Auch Jenzers Figur trägt, wie der Bildtitel erläutert, eine Maske, die durch den starren Ausdruck und die tiefen Augenhöhlen verdeutlicht wird. Obwohl der Maskenträger die Betrachtenden direkt anschaut, erweckt die Gestalt einen distanzierten und befremdlichen Eindruck. Der gelbe Hintergrund und der schnelle, dynamische Duktus, der für Jenzer charakteristisch ist, erinnern an lodernde Flammen. So könnte die Szenerie den Höhepunkt des Karnevals darstellen, bei dem vielerorts eine maskierte Puppe verbrannt wird, um den Neuanfang zu symbolisieren.

Alisa Klay

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Eine Maske verbirgt das Gesicht.
Wir sehen keine Regung mehr.
Ganz starr.
Nur die Augen schauen uns durch die Löcher an.
Un-heimlich.

Der Mensch dahinter bleibt un-bekannt.
Er trägt aufwändigen Kopf-Schmuck.
Der Hinter-grund leuchtet gelb.
Gelb kann vor Gefahr warnen.
Gelb steht aber auch für Wärme und Freude.
Die Maske verschleiert die Wirklichkeit.

Sara Smidt

Titel
Maskenträger
Künstler*in
Jakob Jenzer (*1953)
Datierung
1992
Technik
Ölkreide auf Papier
Dimensionen
Blattmass: 69.7 x 100 cm
Creditline
Kunstmuseum Thun, Schenkung des Künstlers
Inventarnummer
225
Bereich
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