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Mariann Grunder
Fünf Erdteile, 1967

Im Rahmen des Kunst-und-Bau-Wettbewerbs für das Neufeld Schulhaus geht Mariann Grunder als Gewinnerin hervor. Doch aufgrund von Verzögerungen in der Bauplanung kann der eingereichte Entwurf nicht umgesetzt werden. Erst rund acht Jahre später wird ein zweiter Entwurf mit dem Titel «Fünf Erdteile» ausgeführt. Grunder, die sich unterdessen künstlerisch weiterentwickelt und der geometrischen Abstraktion zugewandt hat, entscheidet sich für eine Kugelform, die den kubischen Zweckbau kontrastiert. Die Skulptur aus Muschelkalk steht auf drei dünnen Eisenrohren und erinnert an eine Erdkugel, dessen Oberfläche und Volumen mehrfach aufgebrochen ist. Ihr habe ein Kosmos vorgeschwebt, der in sich zerfalle und sich gleichzeitig aus sich selbst wieder aufbaue, schreibt die Künstlerin in einer Stellungnahme von 1967. Die dem Kunstwerk kritisch gegenüberstehende Lehrerschaft wirft einen Schatten auf dessen feierliche Einweihung. Unbeeindruckt davon zeigt sich der damalige Stadtpräsident zuversichtlich, dass das Werk mit der Zeit die ihm gebührende Würdigung erfahren werde.

Katrin Sperry

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Eine runde Kugel schwebt vor einem eckigen Schul-Haus.
Ein Kontrast.
Wir sehen die ganze Welt.
Sie zerfällt in 5 Teile.
Und doch halten alle Teile zusammen.
Die Welt baut sich immer wieder neu auf.
Die Kugel aus Stein hält stand,
dem Wetter
und der Kritik der Lehrer.

Sara Smidt

Titel
Fünf Erdteile
Künstler*in
Mariann Grunder (1926–2016)
Datierung
1967
Technik
Muschelkalk
Dimensionen
Objektmass: 130 cm Durchmesser
Creditline
Kunst im öffentlichen Raum, Stadt Thun
Inventarnummer
89
Bereich
Standort
Schlagwörter