Hans Gerber
Collage 75/M 203, 4.5./5.5.1975
Eine Komposition, die eine konstruktive Ordnung mit einer surrealen Bildfindung verbindet. Dies zeigt Hans Gerbers «Collage 75 / M 203». Sie mutiert zu einer Art szenischem Bild, das von einem Traum oder aus Versatzstücken der Erinnerung stammen könnte. Die Collage wirkt statisch und zugleich schwebend: Die nostalgisch anmutenden antiken Säulen und das umgedrehte Gewölbefragment dazwischen, vermutlich von einer gotischen Kirche aus dem Mittelalter, geben der Mittelachse eine Festigkeit. Auf dem schlichten, blau-grünen Untergrund verweilt weiter eine amorphe Form wie ein Objekt der Modernen Kunst. Hier scheinen alt und neu aufeinanderzutreffen. Auf religiösen Darstellungen wird mit Ruinen aus der Antike gegenüber mittelalterlich christlichen Bauten die Überwindung der «alten», heidnischen Zeit durch den «neuen» christlichen Glauben dargestellt. Im Sinne von Eindrücken aus der Vergangenheit, die Gerber in seinen Collagen ans Licht rückt, mag dies hier, unter weniger religiösen Vorzeichen, ebenfalls zutreffen. Dafür spricht auch das grossflächige Weiss des Papiergrundes, welches die Szenerie ins Licht taucht. Diese wird lediglich von einem runden Steinobjekt durchbrochen, das an ein Gestirn erinnert.
Marc Munter
Leichte Sprache
Das Bild wirkt wie ein Moment aus einem Film
oder einem Traum.
Eine Art Gebäude steht auf einer blauen Strasse.
Mit grünem Rand-stein.
Ein rundes Gebilde bewegt sich auf dem Blau.
Wie ein Wesen.
Eine besondere Spannung ergibt ein kleines Detail:
Eine runde Form am Himmel.
Was passiert als Nächstes?
Sara Smidt