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Hans Gerber
Collage 67/626 A, 3.4.–5.4.1967

Abgedunkelte und gleichzeitig sanft farbig leuchtende Vierecke arrangiert Hans Gerber an den Bildrändern seiner «Collage 67 / 626 A». Mittig darüber ist wie ein heller Rahmen der Ausschnitt einer Zeitschrift geklebt, wodurch der Eindruck eines Bildes im Bild entsteht und Vielschichtigkeit zum Ausdruck kommt. Durch den «Rahmen» können wir auch hindurchsehen. Zumal darin ein fotografischer Ausschnitt mit Schärfen und Unschärfen den Blick aus der Nähe in die Weite vorgibt. Weitere Papierformen betonen die Senkrechte und Waagrechte der Komposition: Ein Pflanzenstängel oder eine Steinsäule mit Kanneluren, die am Ende den Bart eines Schlüssels aufweist, daneben Details von Nahaufnahmen aus der Natur. Eher geometrisch angeordnete, monochrom abstrakte Formen treffen auf kreatürliche Motive, die natürlich gewachsen oder von Menschenhand geschaffen sind. Abstraktion trifft auf Gegenständlichkeit, Künstlichkeit auf Natürlichkeit. Die reizvolle Spannung erreicht Gerber mit einem Sinn für die subtilen Gegensätze und das Feinteilige, auch angesichts des Formats: Misst die Collage doch nur die Hälfte eines gängigen Briefbogens.

Marc Munter

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Wir sehen viele geometrische Flächen.
Vor allem Vier-ecke.
Am äusseren Rand sind es eher dunkle Farben.
Dann kommt ein heller Rahmen.
Wie für ein Bild im Bild.
Ein schwarz-weisses Recht-eck mit Adern von einem Blatt.
Ein Stängel.
Was zeigt der verschwommene Hinter-grund?
Es gibt eine Spannung
zwischen abstrakten und natürlichen Formen.
Sie lagern in Schichten.
Was ist vorne?
Was ist hinten?
Und dazwischen?

Sara Smidt

Titel
Collage 67/626 A
Künstler*in
Hans Gerber (1910–1978)
Datierung
3.4.–5.4.1967
Technik
Collage auf Papier
Dimensionen
Blattmass: 29.1 x 22.1 cm
Creditline
Kunstmuseum Thun, Nachlass Hans Gerber
Inventarnummer
1004
Bereich
Schlagwörter