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Jacques Cancaret
Chinette, 1907

Ob sie bei der Lektüre eingenickt ist? Der Kopf des Mädchens liegt auf ihrem linken Oberarm, die Augen sind geschlossen. Auf ihrem Schoss liegt ein aufgeklapptes Buch und in ihren Fingern hält sie eine Bildseite, welche ihr langsam entgleitet. Die junge Frau scheint sich jedoch nicht für die Nachtruhe bereit gemacht zu haben: Noch trägt sie einen zarten Perlohrring und Ringe zieren ihre Finger. Auch ihr weissrosafarbiges Kleid wirkt edel, beinahe festlich. Der Künstler Jacques Cancaret verleiht dem Gemälde den Titel «Chinette» und mag dabei auf das Gewand aus Naturseide verweisen. Der im Gegenzug zur abgebildeten Person dunkel gehaltene Hintergrund lässt einen weiteren Stoff sowie rote und gelbe Blumen in einer Vase erahnen. Es ist das Porträt von Louise Bengel, die zur Zeit der Entstehung des Gemäldes 19 Jahre jung ist. Aus ihrem Vermächtnis gelangt das Gemälde nach ihrem Ableben 1979 noch im selben Jahr in die Sammlung des Kunstmuseum Thun. 


Katrin Sperry

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Louise Bengel schläft über einem Buch ein.
Damals ist sie 19 Jahre.
Rund 70 Jahre später schenkt sie dieses Bild
dem Kunstmuseum Thun.
Und 6 weitere Bilder.

Der Titel heisst Chinette.
Das ist Seide.
Seidig ist die junge Haut.
Seidig ist das edle Kleid.

Titel
Chinette
Künstler*in
Jacques Cancaret (1880–1941)
Datierung
1907
Technik
Öl auf Leinwand
Dimensionen
Bildmass: 60 x 73 cm
Creditline
Kunstmuseum Thun, Vermächtnis Louise Bengel, Bern, 1979
Inventarnummer
508
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