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Hans Gerber
Aufsteigende Form (2. Wallisersuite), 22.9.1956

Musik spielt eine wichtige Rolle im Leben und in der Arbeit von Hans Gerber. Laut seinem Lebenspartner Hans Walter spielte Gerber Klavier und hätte ebenso gut Musiker werden können. Für seine Kunst hält Gerber Anfang der 1940er-Jahre fest: «Der Inhalt einer Form ist ihr Klang». In der Zeichnung wird das Vorhaben explizit: Eine «Suite» bezeichnet in der klassischen Musik eine vorgegebene Abfolge von Stücken, so genannten «Sätzen», gespielt von Instrumenten. In dieser Zeichnung fügen sich die unterschiedlichen Segmente ebenfalls schwungvoll auf- und übereinander und mögen als «Klangfolge» wahrgenommen werden. Zudem ähnelt die Komposition einer tänzerischen Figur, mit hochgezogenen Armen und hochgestrecktem Bein, kreisend und vom Boden nach oben hin sich ausbreitend.

Marc Munter

Zitat: Hans Gerber, in: «Heft II 42/44», Hans Walter Fonds, Schweizerisches Literaturarchiv, Nationalbibliothek Bern, E-1-A-1/5.

Leichte Sprache

Leichte Sprache

Gerber war nicht nur Künstler.
Er spielte auch Musik.
Klavier.
Diese Zeichnung nennt er wie ein Musik-stück.
Walliser Suite.
Eine Suite ist eine Abfolge von mehreren Musikstücken.
Oft spielen mehrere Instrumente eine Reihe von Tänzen.

Hier tanzen gezeichnete Formen.
Sie sind abstrakt.
Also keine echten Dinge.
Und doch sehen wir ein Bein,
in die Luft geschwungen.
Arme bewegen sich.
Wie ein Sprung in die Luft
voll Leichtigkeit.
Ein Tanz abstrakter Formen.

Sara Smidt

Titel
Aufsteigende Form (2. Wallisersuite)
Künstler*in
Hans Gerber (1910–1978)
Datierung
22.9.1956
Technik
Schwarzstift auf Papier
Dimensionen
Blattmass: 35.6 x 25.4 cm
Creditline
Kunstmuseum Thun, Nachlass Hans Gerber
Inventarnummer
4337
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