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Cantonale-Künstler:innen zu ihrem Schaffen: Flurina Hack

Wie wollen wir leben? Und könnte alles auch ganz anders sein? Das sind Fragen, die mich beschäftigen. Kunst öffnet einen utopischen Raum. Meine Arbeiten entstehen in einer Art Wachtraum: Rückwärts erinnernd, vorwärts erfindend.

In den allermeisten Fällen realisiere ich meine Installationen selbst. Das setzt mir automatisch Grenzen: technische, körperliche, finanzielle… Ich lerne langsam, dass es helfen kann, sich helfen zu lassen. Unterstützend können sein: Ein Netz aus Freund:innen, das Kulturbüro Bern für technische Hilfsmittel, Visarte Bern bei Fragen Rund um den Berufsalltag. Unverzichtbar sind öffentliche und private Förderbeiträge. Ohne diese verkümmert die Kunst, die nicht rein kommerziell ist.

Schreiben ist wichtig. Es ergänzt und begleitet meine Arbeit im Atelier. Dort verwende ich alltägliche Materialien wie Textilien, Pappe, Holz, Kohle,Tonerde, Gebrauchtes und Ausrangiertes. Es ist ja eigentlich schon alles da in der Welt! Nach einer Ausstellungsperiode lassen sich die Werke wieder in ihre Einzelteile zerlegen und in eine nächste Arbeit einbauen. Ich mag es, wenn die Dinge ihre Zuschreibungen und Funktionen verlieren und sich vor meinen Augen in etwas Neues verwandeln. Darin liegen für mich Poesie, manchmal Humor und irgendwie auch Trost.

Flurina Hack (*1968, lebt und arbeitet in Bern)

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