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Johann Peter Flück

25. August – 06. Oktober 2002
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Johann Peter Flück

Anlässlich des 100. Geburtstages von Johann Peter Flück (1902-54) gedenkt das Kunstmuseum Thun dem Oberländer Künstler mit einer Sonderausstellung. Die Präsentation umfasst neben einigen Werken aus der Thuner Sammlung, den Kunstmuseen Bern und Solothurn auch zahlreiche Werke aus dem Nachlass Flücks sowie Leihgaben aus Privatbesitz.

 

Schwerpunkte der Ausstellung bilden einerseits die für den Künstler typischen Landschaftsdarstellungen und Stilleben, andererseits zahlreichen Porträts – Selbstporträts und Kinderporträts –, welche im Oeuvre Flücks eine wichtige Rolle spielen.

 

Flück reiste zu Studienzwecken nach Leipzig und München und hielt sich in den 1920er und Anfangs der 1930er Jahren mehrmals auch für längere Zeit in Paris auf. Die starke Bindung zur Familie in Schwanden zwang den Künstler jedoch stets zurückkehren. Ab 1932 liess er sich endgültig in Schwanden nieder. Obschon Flück beabsichtigte, grosse Kompositionen zu schaffen, blieb es mit wenigen Ausnahmen in Form von Aufträgen für Wandgemälde bei kleineren Werken, mehrheitlich Porträts. welche ebenfalls im Auftragsverhältnis entstanden sind. Zu den Porträtierten zählten u.a. der Kunstsammler Othmar Huber, der Kunsthistoriker Prof. Max Huggler, der Freund und Musiker Willy Burkhard, die Künstler Varlin und Fred Stauffer sowie Cuno Amiet, mit dem Flück mehrmals intensiven Kontakt hatte, was in verschiedenen gegenseitigen Porträts sichtbar wird.

 

Die Familien- und Arbeitswelt sowie seine Heimat in der kleinen Gemeinde Schwanden bei Brienz sind denn auch leitmotivisch in seinem Werk erkennbar.

Flücks Malerei zeugt nicht von Leichtigkeit sondern verweist durch ihre zurückhaltende Farbigkeit, der vielschichtigen Pinselführung, der aufgeladenen Inszenierung von Landschaften und Figuren auf die tiefe Empfindung und das ernsthafte Ringen eines Künstlers.